Allgemeine Informationen über den Maulwurf

Der Maulwurf

Gerade im Garten können Maulwürfe oft eine echte Plage werden. Man sieht oft viele Maulwurfhügel im Garten oder auch auf Wiesen. Trotzdem wissen bestimmt viele Menschen gar nicht so genau über den Maulwurf Bescheid. Im folgenden Bericht habe ich mal einige Informationen über Maulwürfe gesammelt. Das kann euch helfen, einen Maulwurf im Garten zu erkennen. Außerdem ist es immer hilfreich, etwas über den Gegner zu wissen. Wenn ihr also wisst, wie der Maulwurf lebt, könnt ihr ihn besser bekämpfen.

Was sind Maulwürfe eigentlich für Tiere?

Der Maulwurf gehört zur Tierklasse der Säugetiere und ist ein Insektenfresser. Er gehört außerdem zu den Landwirbeltieren, und in der Unterklasse werden Sie als höhere Säugetiere bezeichnet. Es gibt circa 35 verschiedene Maulwurf Arten auf dieser Welt, in Europa ist der europäische Maulwurf die einzige lebende Art also auch bei uns in Deutschland gibt es nur die eine Sorte. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des europäischen Kontinents. Nur in ganz südlichen Gefilden und im hohen Norden ist er nicht anzutreffen.

Der Maulwurf ist ein sehr anpassungsfähiges Tier und kann bis in höhere Mittelgebirgsregionen leben und Nahrung finden. In den Alpen ist er sogar bis zu einer Höhe von 2.400 Metern anzutreffen – das heisst, dass er auch dort noch Nahrung findet, wo schon keine Bäume mehr wachsen.

Die meisten Maulwürfe führen ein Leben unter der Erde, aber nicht alle Maulwurf Arten leben komplett unterirdisch. Gerade Nachts sind Maulwürfe auch außerhalb Ihrer Gänge anzutreffen, wenn Sie auf der Jagd nach Nahrung sind. Viel wohler ist ihnen jedoch in ihren unterirdischen Gängen, weshalb ein an der Oberfläche jagender Maulwurf eine sehr seltene Erscheinung ist.

Im Erdreich lebende Maulwürfe, haben einen gut angepassten Körperbau für eine grabende Lebensweise. Es sind ziemlich kleine Tiere mit einem Kopfumfang von 5 bis 22 cm und einem Gewicht von 10 bis 170 Gramm. Der Schwanz des Maulwurfs ist variabel, was die Länge und Art der Maulwürfe angeht. Die unter der Erde lebenden Maulwürfe haben beispielsweise eine andere Art von Schwanz, bei der die Haare als Tasthaare für seine Orientierung gelten, während andere einen längeren Schwanz haben, um sich besser im Wasser bewegen zu können.

Auch das Fell kann unterschiedlich sein, je nach Art des Maulwurfs, von weich und seidig bis zu einer Wasser abweisendes Oberfläche. Genauso variieren die Farben der Maulwürfe jedoch bewegt sich die Färbung zumeist zwischen hellgrau und Schwarz. Das Gebiss besteht wie bei alle Insektenfresser aus spitzen Höckern und scharfe Schmelzleisten, die Zahnanzahl variiert je nach Art von 34 bis hin zum europäischen Maulwurf mit 44 Zähnen. Die wichtigsten Sinne des Maulwurfs  sind Geruchssinn und Tastsinn, aber auch das Gehör ist gut entwickelt, dass obwohl Maulwürfe keine Ohrmuschel besitzen. Deshalb bieten Methoden, die Geruch oder Lärm einsetzen, die besten Voraussetzungen für die Vertreibung des Maulwurfs.

Wie leben und Verhalten sich die Maulwürfe?

Entweder leben die Maulwürfe in einem unterirdischen Gangsystem, wobei die Maulwurfshügel beim ein/ausgraben entstehen, es gibt aber auch Arten wie die Spitzmaulwürfe und Spitzmulle, die an der Erdoberfläche wohnen und auch Ihre Nahrung dort suchen.

Wie die meisten Insektenfresser gelten auch die Maulwürfe als Einzelgänger, die auch aggressiv auf andere Artgenossen wirken können. Im Gegensatz zu uns Menschen und viele andere Tiere besitzen die Maulwürfe keinen guten Tag und Nacht Rhythmus, sie halten auch keinen Winterschlaf. Die Nahrung wird im Wasser oder unter der Erdoberfläche gefunden, hauptsächlich ernähren Sie sich von Insekten und Ringelwürmern.

Maulwürfe sind Einzelgänger und beackern ihr Revier allein. Nur während der Paarungszeit erweitern sie ihr Revier, sodass es sich mit einem Weibchen überschneidet. Dabei kann es auch zu harten Kämpfen zwischen den Männchen um die Gunst des Weibchens kommen. Nach der Paarung zieht sich das Männchen zurück. Die Damen zieht zwei bis vier Jungen groß, die schon nach einem halben Jahr selbständig sein müssen und sich ihr eigenes Revier suchen. Während der Aufzucht der Jungen ist das Weibchen besonders achtsam. Es sollte vermieden werden, Vertreibungsversuche während dieser Zeit (April bis Juli) durchzuführen, um die Tiere nicht unnötig zu stören.