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Wie vertreibt man Maulwurf & Co. – Karbid

Im Kampf gegen die lästigen Säugetiere Marder, Maulwurf und Wühlmaus ist vielen jedes Mittel recht. Dabei wird auch zu rabiaten Methoden gegriffen. So setzen einige Gartenliebhaber z.B. Karbid ein, um die Störenfriede zu vertreiben – ein Mittel, das früher im Bergbau zum Einsatz kam. Das Mittel ist leicht erhältlich und kann gegen ungebetene Gäste im Garten helfen. Dabei ist es weniger intensiv im Geruch als Buttersäure und somit weniger heikel bei der Anwendung.

Was ist eigentlich Karbid?

karbid

Kalziumkarbid ist im Handel meist als ein grauer Feststoff erhältlich.

Karbid (oft auch Carbid geschrieben) ist der geläufige Name für eine chemische Substanz, die eigentlich Calciumcarbid heißt. Im reinen Zustand ist Carbid ein weißer, fester Stoff. In den meisten Fällen wird es jedoch nicht in reiner Form verkauft, da es viel zu aufwändig wäre, diese zu erreichen.

Die handelsüblichen Präparate sind braun oder grau. Das liegt daran, dass es meist aus Koks gewonnen wird und die Kohlebestandteile nicht zu 100 % herauszufiltern sind. Karbid wird bei hohen Temperaturen (über 2000 ° C) im Schmelzofen gewonnen. Der dabei entstehende Stoff enthält zu ca. 85 % Calciumcarbid, die restlichen Bestandteile sind andere Calcium-Verbindungen (etwa Calciumphosphid und Calciumsulfid). Die Mengenformel von Carbid ist CaC2.

Seine Besonderheit ist, dass es mit Wasser in der so genannten Hydrolyse reagiert. Dabei spaltet sich das Calcium vom Kohlenstoff. Es entstehen Calciumhydroxid und Ethin. Letzteres wird häufig auch Acetylen genannt ist sehr brennbar.

Aus diesem Grund wurde es im Bergbau in Grubenlampen verwendet. Die entstehende Flamme ist sehr hell und produziert ein angenehmes Licht für die ans Dunkle gewöhnten Augen.

Aufgrund seiner Brennbarkeit wird Ethin auch für das autogene Schweißen eingesetzt, in der Fachsprache Gasschmelzschweißen. Dabei wird ein Ethin-Sauerstoff-Gemisch entflammt. Die Flamme erreicht eine Temperatur von bis zu 3200 ° C. Diese dient dazu, einen Schweißdraht zu erhitzen und eine Naht zu setzen.

Wie kann ich mit Hilfe von Karbid denn nun Maulwürfe und andere Nager verjagen?

Weil die Plagegeister sehr feine Geruchsorgane haben, sind sie mit schlechten Gerüchen in die Flucht zu schlagen. Man spricht dabei von Vergrämung.

Wenn Carbid mit Wasser bzw. Feuchtigkeit reagiert, entstehen neben Ethin noch andere Gase. Das liegt an der Reaktion der 15 % Anteile von handelsüblichen Carbid-Kristallen. U.a. Ammoniak wird freigesetzt und eignet sich, die feine Nase von wühlenden Säugetieren zu beleidigen. Wird etwas Carbid in die Eingänge von Maulwurf- oder Wühlmausbauten gegeben, reagiert es mit Feuchtigkeit und Wasser und setzt so die Gase frei. Regelmäßig müssen einige neue Kristalle verteilt werden, um die Reaktion wieder zu gewährleisten.

Da die übel riechenden Gase jedoch nur ein Nebenprodukt der Reaktion sind und eigentlich durch die „Verunreinigungen“ im Karbid entstehen, ist die vergrämende Wirkung nicht so effektiv wie mit anderen Methoden. Die Wirkung hängt maßgeblich von der Feuchtigkeit des Bodens ab und kann schon nach wenigen Stunden verflogen sein. Daher eignet sich Karbid als Methode vor Allem im Garten am eigenen Haus, wo die Möglichkeit besteht, regelmäßig neues Karbid in die Gänge von Maulwurf und Wühlmaus einzubringen. Besteht diese Möglichkeit nicht, sollte auf andere Methoden zurückgegriffen werden, die über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben.

Welche Methode ist denn eine Alternative zu Karbid?

Eine gute Alternative zum Einsatz von Karbid im Garten ist der Einsatz von Buttersäure, um die Maulwürfe und Wühlmäuse zu vertreiben. Der starke Gestank hält länger vor als bei Karbid, wo er ja schließlich nur ein Nebenprodukt ist. Der Hauptteil der Reaktion produziert ein brennbares Gas – und wer möchte schon Explosionsgefahr im Garten?

Wo kann ich Karbid bestellen?

Wenn Sie von den Einsatzmöglichkeiten von Karbid überzeugt sind, können Sie es im Baumarkt erwerben. Es lässt sich jedoch auch bequem im Internet bestellen.

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